DJD-Bundesdelegiertenkonferenz 7.-9. 3.1980 Grünberg
Beschluss: Gleichberechtigungsgesetz für Sexuelle Minderheiten

[…]

II Keine Bestrafung der freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität

  1. Die Paragraphen 173 (Inzest), 174 (Sexualität mit Schutzbefohlenen), 175 (besonderes „Schutzalter“ für männliche Homosexuelle), 176 (Sexualität mit Kindern) sind zu streichen.
  2. Die Beschränkung der Paragraphen 177 (Vergewaltigung), 178 (sexuelle Nötigung), 179 (sexueller Mißbrauch Widerstandsunfähiger) auf außereheliche sexuelle Handlungen ist aufzuheben. Auch Ehefrauen haben ein Recht auf Schutz vor Vergewaltigung. Überdies ist §177 geschlechtsneutral zu formulieren und auf beischlafähnliche Handlungen auszudehnen. In allen drei Paragraphen ist ein Absatz einzufügen, der sicherstellt, daß ein Begehen der Tat an Kindern strafverschärfend wirkt.
  3. Der erste Absatz des Paragraphen 180 (Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger) ist zu streichen.
  4. Im § 226a (Einwilligung des Verletzten zur Körperverletzung) ist ein Absatz 3 einzufügen:
    „Die wirksame Einwilligung des Verletzten führt zur Straffreiheit“

[…]

Deutsche Jungdemokraten - BDK - 1980 in Grünberg - Beschluss - Gleichberechtigungsgesetz für Sexuelle Minderheiten

Anmerkungen zum taz-Artikel vom 17.09.2013

WALTER, KLECHA:
„Pädophilie-Affäre und die Grünen
Die fatale Schweigespirale“

Folgende Anmerkungen beziehen sich auf den taz-Artikel vom 17.09.2013:

WALTER, KLECHA:
„Pädophilie-Affäre und die Grünen
Die fatale Schweigespirale“

 

 

Im vierten Absatz erwecken Walter und Klecha den Eindruck, die Deutschen Jungdemokraten (DJD) hätten 1982 ihre im vorhergehenden Absatz dargestellte Position bestärkt, dass „freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität“ nicht bestraft gehört und die „§§ 173 (Inzest), 174 (Sexualität mit Schutzbefohlenen), 175 (Besonderes Schutzalter für männliche Homosexuelle), 176 (Sexualität mit Kindern), zu streichen seien.“

>> Zwei Jahre danach bekräftigten die Jungdemokraten, sich „für die Emanzipation unterdrückter gesellschaftlicher Gruppen“ einsetzen zu wollen. Das bedeutete auch, „die Abschaffung des Sexualstrafrechts“ zu fordern.“ <<

In zitierenden Medien wird diese Aussage mittlerweile dazu verkürzt, die Deutschen Jungdemokraten (DJD) hätten 1982 ihre Position bestärkt, dass „freiwilligen und einvernehmlichen Sexualität“ nicht bestraft gehöre und der „§ 176 (Sexualität mit Kindern) zu streichen“ sei.

Die „Thesen zum Sexualstrafrecht“ aus 1982, aus denen Walter und Klecha zitieren, sind in der Sonder-tendenz „Sexualität“ der Deutschen Jungdemokraten aus dem Jahre 1985 ( Seite 20,21) mit folgenden einleitenden Worten abgedruckt:

>> Die Reform bzw. völlige Abschaffung des Sexualstrafrechts war ein inhaltlicher Schwerpunkt der vorbereiteten Diskussionen der Sexualitätskampagne, die Jungdemokraten 1982 durchführten. Als Ergebnis unserer Arbeit liegen die THESEN ZUM SEXUALSTRAFRECHT“ vor, die auf der Bundesdelegiertenkonferenz beschlossen wurden, ausgenommen These 3 zur Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern. Diese These soll noch einmal im Verband diskutiert werden, weil sie so umstritten war.“ <<

Die konkrete (nach dieser Quelle nicht beschlossene) These kann in dem gelinkten pdf-Dokument auf S. 21 nachgelesen werden.

Demnach wurde auf der Bundesdelegiertenkonferenz (BDK) 1982 (oder eventuell auch schon früher: wann die BDK genau war, sagen die einleitenden Worte nicht präzise) die Forderung nach Abschaffung des § 176 StGB nicht „bekräftigt“, sondern sie wurden vom Beschluss „ausgenommen“, „weil sie so umstritten war.“

Deutsche Jungdemokraten - tendenz - 1985 -Sonderausgabe Sexualität - Titel

Critical Mass Bochum No. 2 am 3. Juni 2011

Crtitical Mass Bochum - Flyer Bleich Gesicht - 2011-06

„Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen.“
aus Wikipedia

Vor ca. 10 Jahren gab es das letzte Mal regelmäßig Critical-Mass-Touren in Bochum. Nachdem in vielen Nachbarstädten (Essen, Dortmund, Hamm, Duisburg, Düsseldorf) regelmäßige Critical-Mass-Aktionen in Gang gekommen sind, wollen wir in Bochum eine reneuten Anlauf wagen.

Als regelmäßigen Termin haben wir den jeweils ersten Freitag im Monat ab 17 Uhr ausgewählt. In diesem Takt startend steigt am 3. Juni 2011 die zweite Criticla Mass-Tour der Neuzeit. Treffpunkt um 17 Uhr ist der Kurt-Schumacher-Platz vor dem Bochumer Hauptbahnhof.

Critical Mass Bochum No. 1 am 6. Mai 2011

Bilder vom Critical Mass Bochum No. 1 am 6. Mai 2011

„Aktionsform, bei der sich mehrere nicht motorisierte Verkehrsteilnehmer scheinbar zufällig und unorganisiert treffen, um mit gemeinsamen und unhierarchischen Protestfahrten durch Innenstädte mit ihrer bloßen Menge und ihrem konzentrierten Auftreten auf ihre Belange und Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen.“
aus Wikipedia

Vor ca. 10 Jahren gab es das letzte Mal regelmäßig Critical-Mass-Touren in Bochum. Nachdem in vielen Nachbarstädten (Essen, Dortmund, Hamm, Duisburg, Düsseldorf) regelmäßige Critical-Mass-Aktionen in Gang gekommen sind, wollen wir in Bochum eine reneuten Anlauf wagen.

Als regelmäßigen Termin haben wir den jeweils ersten Freitag im Monat ab 17 Uhr ausgewählt. In diesem Takt startend steigt am 6. Mai 2011 die erste Criticla Mass-Tour der Neuzeit. Treffpunkt um 17 Uhr ist der Kurt-Schumacher-Platz vor dem Bochumer Hauptbahnhof.

Critical Mass Bochum No. 1 Flyer
Critical Mass Bochum No. 1 Flyer